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F. Poulenc: Gloria / J. Rutter: Magnificat


Begeisterungssturm zum Geburtstag
Jubiläumskonzert der Neuen Rheingauer Kantorei im Rheingauer Dom mit ekstatischem Jubel

Wiesbadener Tagblatt, 18.12.2007

Geisenheim - Von Christine Dressler

Zu ihrem fünften Geburtstag schenkte die Neue Rheingauer Kantorei sich und hunderten Gästen etwas Besonderes: Sie begeisterte mit Francis Poulencs "Gloria" und John Rutters "Magnificat" erst im übervollen Dom, dann in Johannisbergs Schlosskirche.


Der Applaus im bis zur letzten Bank gefüllten Rheingauer Dom wollte schon nach dem ersten Stück kaum enden und wurde nach dem zweiten zum ekstatischen Jubel. Völlig gebannt waren die 450 jungen, älteren und alten Besucher der Neuen Rheingauer Kantorei beim Konzert zu ihrem fünfjährigen Bestehen durch das "Gloria" von Francis Poulenc gefolgt. Als das letzte "Amen" verklang, brandete der Beifall auf und ebbte erst ab, als die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg John Rutters "Magnificat" anstimmte. Nach dessen "Amen" konnten die rund 60 Sängerinnen und Sänger, Koloratursopranistin Katio Plaschka und Instrumentalisten um Dirigent Dekanatskantor Tassio Schlenther nichts mehr tun, um den Applaus zu stoppen. Minutenlang durchtoste er den Dom.

Für sein Jubiläum konzentrierte sich der Chor auf selten aufgeführte Juwelen der Chorliteratur. In sechs Sätze voller Kontraste, mal jubelnd, mal lebhaft-dramatisch, mal freudig-keck, mal versöhnlich-sanft, hatte der 1963 verstorbene Franzose Poulenc sein 1961 in Boston uraufgeführtes Spätwerk eingeteilt, das allein aus dem lateinischen "Gloria"-Text bestand.

Der 1945 geborene Londoner Rutter hatte dagegen in das 1990 in New York uraufgeführte "Magnificat" das 600 Jahre alte "Of a rose", das "Sanctus" und das Gebet "Sancta Maria" eingeschoben, bombastischen Choralgesang mit schwungvollen Musicalmelodien verwoben.

Wer unabhängig von seiner Konfession Lust hat, in Schlenthers aus dem jetzt 25 Jahre alten evangelischen Kirchenchor Geisenheim hervorgegangenen renommierten Laienchor mitzusingen, kann sich bei Schlenther (Tel. 06722/6634) informieren. Der Chlor probt montags um 19.30 Uhr.